Dornbiegen – ein interessantes Verfahren

Geschrieben von Admin | Mittwoch, 23. März 2011 gebogene Rohre

Unter dem Begriff Dornbiegen versteht mensch ein Biegeverfahren, welches im Allgemeinen bei Biegevorgängen von Rohren zum Einsatz kommt. Dabei werden die zu biegenden Rohre anhand einer Schablone anders geformt beziehunsgweise gebogen. Hierbei sind Winkel von bis zum 180 Grad möglich. Genauer betrachtet werden mehrere Gegenstände benötigt, um Dornbiegen durchzuführen. Zunächst einmal ist dassogenannte Gegenlager zu nennen, welches zum Abstützen während des Biegens dient. Zudem werden bei diesem speziellen Biegeverfahren Biegedorne, starre Dorne und / oder Kugel- bzw. Gliederdorne benutzt. Erstere üben eine Stützfunktion auf die äußere Rohrseite aus. Starre Dorne kommen bei Rohrenmit dicken Wänden und bei einem großen Biegeradius zum Einsatz. Letztere, also Kugel- bzw. Gliederdorne werden bei Rohren mit dünnen Wänden und einem kleinen Biegradius verwendet, da sie durch die Kugel(n) am Dornende eine noch stärkere Stützfunktion des Dornes aufweisen. Insbesondere dann, wenn der Biegeradius eng ist, eignet sich das Dornbiegeverfahren besonders, weil damit nicht gewollte Rohrverformungen verhindert werden, die bei einem engen Biegeradius bei anderen Verfahren auftreten können. Unter enger Biegeradius werden Radien eingeordnet, die sich zwischen dem anderthalbfachenund dem sechsfachen des Durchmessers des Rohres befinden. Sollen die Biegeradien größer sein als oben angegeben, wird häufig empfohlen auf das sogenannte Rollbiegen zurück zu greifen.

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